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St. Bonifatius Herbrechtingen unter den zehn modernsten Kirchen Emporis-Experten zählen St. Bonifatius zu weltweit spektakulärsten Kirchenbauten
HERBRECHTINGEN. Ihr Umbau hat die katholische Bonifatiuskirche zu einer der weltweit spektakulärsten modernen Kirchen gemacht. Diese Auffassung vertritt ein Expertenteam von Emporis, einem der führenden Anbieter von Gebäudeinformationen. Zur Auswahl standen Kirchenbauten nach dem Jahr 2000. Günter Trittner Für das Ranking der zehn besten modernen Kirchenbauten haben die Experten von Emporis weltweit Kirchen auf neuartige Designs, außergewöhnliche Materialien und zukunftsweisende Techniken untersucht. Fündig wurde man in Dänemark, in Tokio, Mailand und Hamburg, in Finnland, den USA, an der Elfenbeinküste und eben auch in Herbrechtingen. Verantwortlich für den im Jahr 2007 abgeschlossenen Umbau der Kirche von St. Bonifatius ist das Stuttgarter Architekturbüro Kaestle, Ocker und Roeder (früher als “C 18” firmierend), nach deren Plänen derzeit auch das angrenzende Gemeindezentrum umgestaltet wird. Den Ausschlag für die Aufnahme der katholischen Kirche in die Bestenliste hat das Konzept für die Innenraumgestaltung gegeben, das auf einen durchgängigen Weißton setzt und nur wenige Abmarkierungen zulässt. Das alles verbindende Weiß solle die Idee des Transzendenten transportieren und alle Bereiche zu einem Ganzen zusammenfassen, sagen die Architekten. Beim Umbau wurde in die im Jahr 1958 fertiggestellte Kirche zudem eine Wandschale eingefügt, die das Kirchenschiff so vom Chor trennt, dass ein zusätzlicher Andachtsraum entsteht. Der Boden der Kirche ist aus weißem Terrazzo, glatt verputzt und mineralisch gestrichen sind die Wände, die Holzbänke sind weißlackiert. Bei Emporis ist man der Auffassung, dass bei den ausgewählten Kirchen die Architekten nicht nur mit der Norm gebrochen und Kunstwerke gemacht hätten, sondern diese womöglich damit auch einen Weg gefunden hätten, die Aufmerksamkeit der Menschen mehr auf die Kirche zu richten. Der von Emporis seit 2000 jährlich verliehene Skyscraper Award gilt als weltweit renommiertester Preis für Hochhaus-Architektur. Beim Stuttgarter Architektenbüro Kaestle, Ocker und Roeder ist man erfreut über die Auszeichnung. Und dies nicht nur, weil in der Liste der ausgezeichneten Kirchen sich auch Architekturbüros wie etwa “Coop Himmelb(l)au” finden. Andreas Ocker freut sich besonders, weil der in Angriff genommene Umbau des Gemeindezentrums die Kirche in einer wunderschönen Weise ergänzen wird. Dank des späten Wintereinbruchs seien die Arbeiten bereits weiter fortgeschritten als geplant. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Frühsommer vorgesehen. Info Weitere Fotos gibt es hier auf “Unsere Kirche” Bilder der anderen Kirchen: http://www.kath-hdh.de/html/auszeichnung.html
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